RFID-Karten im Sonderformat
Wenn die Standardkarte nicht passt, beginnt unsere Arbeit
Die meisten RFID-Karten kommen im Kreditkartenformat. 85,6 mal 54 Millimeter, ISO CR80, fertig. Für Zutritt, Zeiterfassung oder Parksysteme reicht das. Aber nicht jede Anwendung hält sich an dieses Maß.
In der Medizintechnik, in der Laborautomation oder in kompakten Geräten zählt jeder Millimeter. Da soll ein Transponder in eine Aufnahme passen, die kleiner ist als eine Scheckkarte. Die kleinsten Formate, die wir fertigen, liegen bei 18 bis 20 Millimetern Durchmesser. Oder die Karte muss in eine Vorrichtung passen, die ein bestimmtes Raster vorgibt. Genau hier hören viele Anbieter auf. Wir fangen hier an.
Quick-Ohm fertigt RFID-Karten nicht nur im Standardmaß, sondern auch in kundenspezifischen Sonderformaten. Diese Seite zeigt, wann sich ein Sonderformat lohnt, was technisch möglich ist und wie Sie von der ersten Anfrage zur Serienkarte kommen.
Warum überhaupt ein Sonderformat?
Ein kleineres oder anders geschnittenes Kartenformat ist kein Selbstzweck. Es entsteht immer aus einer konkreten Anforderung. Drei Szenarien tauchen besonders häufig auf.
Die Aufnahme gibt das Maß vor. In Geräten, Magazinen oder Halterungen ist der Bauraum begrenzt. Wenn die Mechanik feststeht, muss sich die Karte fügen, nicht umgekehrt. Ein Transponder im halben CR80-Format passt dort, wo die Vollkarte nie hineinkäme.
Die Anwendung verlangt Eindeutigkeit. In der Medizintechnik werden RFID-Karten zur Validierung und Identifikation eingesetzt. Ein Beispiel aus der Praxis: die Zuordnung und Prüfung von Ampullen. Jede Charge, jeder Behälter bekommt einen eindeutigen Datenträger. Das Format richtet sich nach der Aufnahme im Prüf- oder Befüllsystem, nicht nach einem Industriestandard.
Die Stückzahl beeinflusst den Preis. Sonderformate brauchen ein angepasstes Stanzwerkzeug oder einen angepassten Fertigungsprozess. Eine Mindestbestellmenge gibt es nicht, der Stückpreis steigt jedoch, je kleiner die Auflage ist. Ob sich der Sonderschnitt für Ihre Menge rechnet, zeigt am besten ein konkretes Angebot.
Was technisch möglich ist
Ein Sonderformat heißt nicht, dass alles neu erfunden wird. Der Chip, die Antenne und das Trägermaterial bleiben in der Regel dieselben wie bei der Standardkarte. Geändert wird die Außenkontur und teilweise die Antennengeometrie.
Möglich sind unter anderem:
- Verkleinerte Rechteckformate unterhalb von CR80, etwa im Bereich CR79 oder kleiner
- Kundenspezifische Außenmaße nach Zeichnung
- Angepasste Eckenradien, Lochungen oder Aussparungen für die mechanische Aufnahme
- Materialstärken zwischen 0,8 und 0,92 mm, abhängig vom verwendeten Chip
- Frei wählbare Chip-Typen nach ISO 14443 (Mifare Classic, DESFire) oder weitere Standards, sofern die Kartenfläche groß genug für die Antenne ist
Eine Einschränkung gibt es. Die Antenne braucht Fläche. Je kleiner die Karte, desto sorgfältiger muss die Antennengeometrie auf den geplanten Leseabstand abgestimmt werden. Zur Orientierung: Eine Standardkarte im CR80-Format erreicht theoretisch 3 bis 5 cm Lesereichweite, der tatsächliche Wert hängt vom Lesegerät und der Betriebsumgebung ab. Bei kompakteren Formaten sinkt dieser Abstand. Das ist kein Hindernis, aber ein Punkt, den wir vor der Fertigung gemeinsam klären. Genau dafür gibt es die technische Abstimmung.
Von der Anfrage zur Serienkarte
Der Weg zum fertigen Sonderformat läuft in vier Schritten.
- Anforderung aufnehmen. Sie schildern uns das Maß, die Anwendung und die Stückzahl. Wenn eine Zeichnung oder ein Muster vorliegt, umso besser. Schon eine grobe Skizze hilft.
- Technische Prüfung. Wir bewerten, ob sich Format, gewünschter Chip und benötigter Leseabstand vertragen. Falls die Reichweite kritisch wird, schlagen wir Alternativen vor, etwa einen anderen Chip oder eine angepasste Antenne.
- Muster und Freigabe. Vor der Serie steht das Muster. Das Stanzwerkzeug ist in der Regel innerhalb einer Woche fertig, für die Muster kommt eine weitere Woche dazu. Sie prüfen Passform und Funktion in Ihrer realen Aufnahme. Erst wenn das sitzt, geht es in die Produktion.
- Serienfertigung. Ob mehrere tausend oder mehrere zehntausend Karten. Die Serie läuft im freigegebenen Format, mit gleichbleibender Qualität.
Die Standardkarten im Überblick
Nicht jede Anwendung braucht ein Sonderformat. Für Zutritt, Zeiterfassung und klassische Identifikation sind unsere Standardkarten im CR80-Format sofort lieferbar. Sie bilden auch die technische Basis für viele Sonderlösungen.
FAQs zu RFID-Karten im Sonderformat
Wann lohnt sich der Schritt zum Sonderformat?
Eine kurze Orientierung, bevor Sie anfragen.
| Ihre Situation | Empfehlung |
|---|---|
| Standardmaß passt, Zutritt oder Zeiterfassung | Standardkarte, sofort lieferbar |
| Karte muss in eine vorgegebene Aufnahme passen | Sonderformat nach Zeichnung |
| Medizintechnik, Labor, Prüf- oder Befüllsysteme | Sonderformat mit technischer Abstimmung |
| Eindeutige Geometrieanforderung | Sonderformat nach Zeichnung, Stückpreis je nach Auflage |
| Sehr kleines Format, große Reichweite gefordert | Vorab technische Prüfung der Antenne |
Sonderformate anfragen
Quick-Ohm: RFID-Komponenten mit über 20 Jahren
Erfahrung Hinter dem RFID-Portfolio von Quick-Ohm steht QUIO, die auf RFID und NFC spezialisierte Division des Unternehmens. Seit über zwei Jahrzehnten liefert QUIO RFID-Komponenten für industrielle Anwendungen. Von einzelnen Karten und Lesemodulen bis zu vollständigen Kartenspender- und Ausgabesystemen.
Sonderformate sind dabei keine Ausnahme, sondern Teil unserer Auftragsentwicklung. Wer mit einer ungewöhnlichen Anforderung kommt, bekommt keine Absage, sondern eine technische Antwort. Unsere Experten begleiten Sie von der ersten Skizze bis zur freigegebenen Serie.
Persönliche Beratung anfragen
Unser Experte Nils Ritter hilft Ihnen gerne persönlich bei der Auswahl der richtigen RFID-Karte im Sonderformat für Ihre Anwendung.
Persönliche Beratung: Tel.: +49 (0) 202 – 40 43 3